3 Tipps für den Gebrauchtwagenkauf

3 Tipps für den Gebrauchtwagenkauf Erstens: Geduld mitbringen

Wer auf der Suche nach dem perfekten Gebrauchtwagen ist, der nimmt heute in der Regel eine Gebrauchtwagenbörse im Internet zur Hilfe. Hier gehört mobile.de sicher zu den beliebtesten Webseiten.

Viele Leute begehen allerdings den Fehler, dass sie sich schon beim ersten Mal einen Wagen aussuchen und diesen dann gleich kaufen. Dies ist allerdings keine gute Strategie. Zwar kann es durchaus einmal vorkommen, dass der Zufall es so will und man wirklich spontan ein gutes Angebot findet. In der Regel aber kommen mit der Zeit noch bessere Angebote herein.

Am besten ist es, einmal am Tag nach den neuesten Angeboten zu schauen. Zu diesem Zweck sollte in der Suche die Anzeigeoption „neueste Angebote zuerst“ ausgewählt werden. Gute Gebrauchtwagenschnäppchen sind nämlich schnell weg und meist nur ein paar Tage online. Die vielen „Ladenhüter“ dagegen sind entweder überteuert oder haben einen Reparaturstau. Wer viel Geduld mitbringt, der kann auch erst einmal ein paar Wochen den Markt für das gesuchte Modell beobachten. So bekommt man ein gutes Gefühl für einen realistischen Kaufpreis. Sollte dann wirklich einmal das Traumauto auftauchen, so heißt die Devise allerdings: Nicht lange zögern, gleich das Telefon in die Hand nehmen und einen Besichtigungstermin vereinbaren.

Zweitens: Informationen zum Modell einholen

Vor dem Kauf sollte man sich auch unbedingt informieren, wie hoch die Haftpflicht und gegebenenfalls die Kaskoversicherung für das gewünschte Modell ausfallen werden. Hier gibt es durchaus Unterschiede. Verschiedene Motorvarianten können sich in der Versicherung um mehrere Klassen unterscheiden, ebenso der Umstand, ob es sich um einen Kombi, ein Coupé oder eine Limousine handelt. Die Kfz-Steuer ist ebenfalls ein kritischer Punkt. Bei manchen Modellen kann sogar ein und dieselbe Motorisierung mit verschiedenen Steuerklassen versehen sein, weil mitten im Produktionszeitraum des Modells die Abgasnorm verbessert wurde. Weiterhin sollte man sich über bestimmte Schwachstellen eines Fahrzeugmodells gut informieren. Bei manchen PKW sind Automatikgetriebe überdurchschnittlich oft defekt, der Austausch ist sehr teuer. Auch ein Pneumatikfahrwerk kann umständlich in der Wartung sein. Auskunft geben diverse Autojournale und -foren im Internet oder der Rat eines Fachmanns des Vertrauens.

Drittens: Dem Gebrauchtwagen kritisch auf den Zahn fühlen

Ist man schließlich vor Ort, sollte man sich viel Zeit nehmen, um den Kaufgegenstand zu begutachten. Kommt einem irgend etwas daran nicht normal vor? Sind die Spaltmaße an manchen Stellen unregelmäßig? Weicht die Lackfarbe von Frontschürze, Motorhaube oder Kotflügeln vom Rest des Wagens ab? Wirkt die Airbagabdeckung neu oder klingt sie vielleicht sogar hohl? Dann handelt es sich womöglich um einen Unfallwagen, im schlimmsten Fall auch um einen gefährlichen Betrugsfall. Sind die Ledersitze schon durchgescheuert und das Lenkrad abgegriffen, obwohl der Wagen keine 200.000 Kilometer hat? Dann wurde vielleicht am Kilometerstand gedreht.

Ist aber soweit alles in Ordnung, sollte man auf einer Probefahrt bestehen. Wie hört sich der Motor nach dem Kaltstart an? Ist er dann warmgefahren, sollte man ihn in allen Fahrsituationen gründlich testen. Anschließend am besten noch im Motorraum nach Flüssigkeitslecks suchen. Funktioniert alles am Auto so wie es soll? Kleine Lappalien wie abgefahrene Reifen oder Bremsen oder eine anstehende Kleinreparatur sind dagegen kein Grund, vom Kauf abzusehen. Sie können aber den Preis noch ein wenig optimieren helfen.
Sinnvoll ist es auch, am Ende einen Kaufvertrag aufzusetzen, falls der Verkäufer doch einen wichtigen Mangel vorsätzlich verheimlicht haben sollte.

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