Aragonien in Spanien
Mit einer Bevölkerungsdichte von mehr als eine Million Einwohner liegt die autonome Region Aragonien nordwestlich der Iberischen Halbinsel. Im Norden grenzt sie an Frankreich, im Osten an Katalonien. Im Wesentlichen unterliegen drei große Landschaftsflächen diesem schönen Fleck Erde: Das Zentrum mit dem Ebrobecken, im Norden die Zentralpyrenäen und südlich das Iberische Randgebiet.
Klima
Die Gegend um das Ebro-Tal zeichnet sich durch kalte Winter, aber sehr schöne und heiße Sommermonate aus. Die Niederschläge sind in dieser Gegend eher gering. Im Norden steigt die Niederschlagsmenge. Der von der Reliefstruktur geprägte Süden weist ein mediterranes und feuchtes Klima auf.
Flora und Fauna
Vor allem um den vergletscherten Berg Pico de Aneto gibt es eine beeindruckende Flora und Fauna. Zu der Pflanzenvielfalt gehören unter anderem die Pyrenäen-Lilie und die Pottok-Ponrasse. Murmeltiere, Gämse und Adler zählen zu den Bewohnern dieses Gebietes. Malerische Gebirgs- und Seelandschaften prägen das mediterrane Bild.
Wirtschaft
Die Herstellung und der Vertrieb von einheimischen Milchprodukten aus Kuh- und Schafmilch gehören zum alltäglichen Wirtschaftsleben. Der Pyrenäenwein ist eine weitere Spezialität. Die Provinz lebt aber vor allem auch vom Tourismus.
Küche
Hauptbestandteile der aragonischen Küche sind vor allem die wohlschmeckenden Weine. Die warmen Gerichte basieren vor allem auf Fisch, Huhn, Lamm und Schwein.
Nachtleben
Überall findet man gemütliche Plätzchen, um den Tag ausklingen zu lassen. Zahlreiche Restaurants, Lokale und Bars warten nur darauf, besucht zu werden. Ein Spaziergang durch die verschiedenen Städte und Ortschaften ist immer sehr bereichernd. Das südländische Flair versprüht an allen Ecken und Enden seinen Charme. Malerische Landschaften prägen das Gesamtbild.
Sehenswürdigkeiten
Die Provinz hat zahlreiche Sehenswürdigkeiten. Einige von ihnen sind besonders hervorzuheben:
Benedikterkloster (Huesca)
Die in romanischem Stil erbaute Kirche wurde Ende des 11. Jahrhunderts als Benedikterkloster gegründet und gehört zu den ältesten Kirchen in Spanien. Die Kirche wurde 1886 unter Denkmalschutz gestellt.
Kathedrale von Huesca
Die von König Jaime I. in Auftrag gegebene Kathedrale ist im gotischen Stil erbaut. Ein in Stein gehauenes Bildnis eines Apostels kann man gleich am Portal bewundern. Der Bau stammt aus dem 13. Jahrhundert.
San Martín Kirche (Ternel)
Der Grundbau stammt aus dem Jahr 1196, der heutige Sakralbau aus dem 17. Jahrhundert. Das Baudenkmal kann nur von außen besichtigt werden, jedoch ist diese Sehenswürdigkeit einen Besuch wert, denn der älteste Teil des Turmes stammt aus dem Jahr 1315 und ist eine stilistische Mischung zwischen Gotik und Mudéjar.
Barockkirche aus dem 17. und 18. Jahrhundert (Zaragoza)
Ein wahres Juwel der Barockkunst ist die der Virgen del Pila geweihte Kirche. Ein Bildnis der Virgin del Pilar wird im Inneren aufbewahrt. Ein in Alabaster gearbeiteter Altar sowie der Renaissance-Chor sind weitere Sehenswürdigkeiten. Die Basilika steht unter Denkmalschutz und ist neben der Kathedrale von Santiago de Compostela eines der bedeutendsten, religiösen Zentren Spaniens.
Barockes-romanisches Kloster aus dem 10. und 17. Jahrhundert Huesca (Jaca)
Das Kloster besteht aus zwei Bauten, dem Neuen Kloster aus dem 17. Jahrhundert (Barock) und dem Alten Kloster aus dem 10. Jahrhundert (Romanik). Sancho der Ältere von Navarra gründete 1025 ein neues Zentrum und mit diesem wurde auch die Kirche in romanischem Stil errichtet. Im 17. Jahrhundert musste die Kirche nach einem Brand neu aufgebaut werden. Nun herrschte der Barockstil vor.
Romanische Festung aus dem 11. Jahrhundert
Im Inneren der romanischen Festung befindet sich die Kirche Santa Mariá. Der Bau gilt als eine der bedeutendsten romanischen Burgen Spaniens. Die sich im Inneren befindende Kirche stammt aus dem 12. Jahrhundert. Sie hat drei Schiffe und ein Tonnengewölbe. Zuerst war sie Königsresidenz, später dann Augustinerkloster.
Autor: Profiwriter721

